Was können Sie noch tun? Verständnis und Anerkennung

Antriebslosigkeit ist eine Folge der Depression – Ihr depressiv erkrankter Angehöriger leidet selbst darunter, so kraftlos zu sein.

Zeigen Sie Verständnis

Zeigen Sie Ihrem Angehörigen, dass Sie um die Antriebslosigkeit wissen und Ihnen klar ist, dass dieser Zustand schwer zu ertragen ist. Für den Erkrankten ist es wichtig zu spüren, dass Sie nicht an seiner Wahrnehmung zweifeln, sondern die Symptome der Depression akzeptieren und ernst nehmen.

Und schrauben Sie Ihre Ansprüche herunter. Es kann helfen, sich dafür immer wieder in die Lage Ihres depressiv erkrankten Angehörigen zu versetzen: Wenn man sehr kraftlos ist, kann jeder Handgriff unendlich schwer sein.

Wie Sabine im Filmbeispiel: Als Thomas über seine schlechte Nacht klagt, sagt Sabine mitfühlend: Das tut mir leid.

Jetzt sind Sie dran:

Gibt es Situationen, in denen Sie mehr Verständnis für die Antrieblosigkeit Ihres erkrankten Angehörigen aufbringen könnten? In welchen? Was könnten Sie sagen, um Ihr Verständnis auszudrücken?

Morgens beim Aufstehen quält sich meine Frau besonders. Ein bisschen kenne ich das ja auch. Da könnte ich vielleicht mal etwas sagen wie: Es scheint wirklich schwer für dich zu sein, aufzustehen, das sehe ich. Es tut mir leid, dass du im Moment so wenig Energie hast.

Peter ist 35 Jahre alt und arbeitet als Tierarzt. Seine Frau (32 Jahre) arbeitet halbtags und leidet seit einiger Zeit an einer Depression.