Antriebslosigkeit Warum Antriebslosigkeit die Depression verstärkt

Das Tückische an der Antriebslosigkeit ist, dass sie die Depression schleichend verstärkt. Denn wer sich kaum mehr zu etwas aufraffen kann, erlebt immer weniger Abwechslung und schöne Momente. Positive Erlebnisse sorgen jedoch dafür, dass man motiviert bleibt – wer kaum etwas erlebt, hat bald keinen Grund mehr, seine Antriebslosigkeit zu überwinden.

Auch wichtige Aufgaben kann man oft kaum noch bewältigen und es entsteht mehr und mehr das Gefühl, dass einem alles über den Kopf wächst. Auch das schlägt auf die Stimmung – und es wird noch schwerer, sich aufzuraffen. So rutscht man immer tiefer in die Depression hinein.

Wie Thomas in unserem Filmbeispiel:

Thomas fühlt sich leer und kraftlos. Sogar das tägliche Aufstehen fällt ihm unendlich schwer: Ich kann heute nicht, ich hab‘ so schlecht geschlafen.


Sabine versucht, ihn zum Aufstehen zu bewegen, doch Thomas bleibt liegen: Mir geht’s nicht gut.


Thomas geht nicht zum Arzt. Für einen kurzen Moment ist er vielleicht erleichtert – den Rest des Tages aber hängt er nur herum und wird nicht aktiv. Er versäumt die Gelegenheit, mit dem Arzt zu sprechen, sich verstanden zu fühlen und Hoffnung zu schöpfen. Stattdessen hat er wieder etwas nicht geschafft. Das depressive Gefühl nimmt zu und damit auch die Antriebslosigkeit.