Eine typische Folge der Depression ist, dass der betroffene Mensch seinen Alltag nicht gut oder nur mit großer Mühe bewältigen kann. Auch Einzahlungen aufs Konto des Zusammenhalts fallen ihm dann schwer.
Angehörige erkennen die noch vorhandenen Einzahlungen der erkrankten Person oft kaum noch. Denn meist sind sie seltener und unscheinbarer als in Zeiten vor der Depression – und die Angehörigen so damit beschäftigt, alles am Laufen zu halten, dass sie den Blick für die kleinen Dinge verlieren.
Überlegen Sie deshalb jetzt ganz bewusst: Gab es in letzter Zeit vielleicht doch die eine oder andere Geste, mit der der depressiv erkrankte Mensch etwas auf Ihr gemeinsames Konto eingezahlt hat? Hat er zum Beispiel seine Hilfe angeboten oder etwas Nettes gesagt?