Was muss ich wissen? Über Altersdepressionen reden

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr älterer Angehöriger möglicherweise unter einer depressiven Erkrankung leidet, sollten Sie es ansprechen. Nur so kann Ihrem Angehörigen geholfen werden. Je früher eine Depression behandelt wird, desto besser! Eine depressive Erkrankung sollte auch deswegen ärztlich abgeklärt werden, um andere Ursachen auszuschließen (z. B. eine beginnende Demenz).

Die Art und Weise, wie Sie dieses Thema ansprechen, kann individuell sehr unterschiedlich sein und hängt davon ab, wie geistig und körperlich fit die andere Person ist.

Bei älteren Angehörigen, die geistig nicht mehr so flexibel sind, sollten Sie versuchen, das Thema so einfach wie möglich anzusprechen. Zum Beispiel: Vater, ich merke, dass es dir schlecht geht und du es alleine nicht mehr gut schaffst. Lass uns zum Hausarzt gehen, der wird dir helfen.

Berücksichtigen Sie außerdem: Ältere Menschen haben häufig ein negatives Bild von psychischen Erkrankungen und können die Möglichkeit einer depressiven Erkrankung nur schwer annehmen. In solchen Situationen kann es hilfreich sein, nicht direkt den Verdacht einer depressiven Erkrankung anzusprechen, sondern an den Symptomen anzusetzen, die Ihr Angehöriger selber berichtet. Zum Beispiel: Mutter, du hast doch selber gesagt, dass es dir in letzter Zeit besonders schwer fällt, morgens aufzustehen und dass du tagsüber immer so erschöpft bist. Lass uns gemeinsam zum Hausarzt gehen und schauen, wie wir dir helfen können.