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Unterstützung für Angehörige

Wo finde ich selbst Unterstützung?

Auch für Angehörige ist es meistens sehr belastend, wenn ein nahestehender Mensch an einer Depression erkrankt. Man macht sich viele Sorgen, der Betroffene ist nicht mehr richtig erreichbar und es fallen viele zusätzliche Aufgaben an. 

Wichtig ist, dass Sie auch für sich selbst Unterstützung in Betracht ziehen. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche – im Gegenteil. Das gilt für den depressiv Erkrankten genauso wie für Sie!

Von wem könnten Sie Unterstützung erhalten?

Wer in Ihrem näheren Umfeld könnte Sie unterstützen? Welche Freunde, Verwandte, Kollegen oder Nachbarn könnten Ihnen vielleicht helfen, wenn besonders viel ansteht? Wen könnten Sie anrufen, wenn Sie mal jemanden zum Reden brauchen?

Wer könnte Sie unterstützen?

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Anne! Mit der kann ich über alles reden. Und demnächst muss ich mal ein paar Sachen aussortieren, das ist zu zweit auch viel netter.

Ich könnte mir ab und zu von meiner Schwester was vom Großeinkauf mitbringen lassen, das hat sie mir sowieso schon oft angeboten.

Maria ist 54 Jahre alt und arbeitet als Zahntechnikerin. Sie lebt mit ihrer Tochter (23 Jahre) zusammen, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hat und seit einigen Monaten depressiv erkrankt ist.

Auch hier erhalten Sie Hilfe – kompetent und kostenlos:

  • Sozialpsychiatrischer Dienst

  • Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen
    Beratung und Unterstützung. Hier finden Sie Namen und Kontaktadressen in Ihrer Nähe: www.bapk.de/selbsthilfenetz-psychiatrie/suche.html

  • Telefonseelsorge
    Telefonische Hilfe rund um die Uhr unter: 0800/1110111 oder 0800/1110222. Oder Beratung via Mail oder Chat unter www.telefonseelsorge.de

Der Arzt hatte mir anfangs ein paar Info-Broschüren mitgegeben. Darin stand zwar auch etwas von Beratungen für Angehörige, aber das habe nicht weiter beachtet, es ging schließlich um meine Tochter. Mit der Zeit hat mich ihre Depression aber regelrecht aufgefressen. Am schlimmsten finde ich, wie sehr sich unser Verhältnis verändert hat. Irgendwann bin ich dann doch zu einer Beratungsstelle gegangen. Die Frau dort wusste wirklich ganz genau, wie’s mir geht, das war eine solche Erleichterung! Sie hat mir auch eine Adresse gegeben, wo ich mich regelmäßig mit anderen Müttern austauschen kann.

Hinweis:

Da es vielen Angehörigen von depressiv Erkrankten schwer fällt, gut auf sich zu achten, haben wir diesem Thema einen eigenen Trainingsbereich gewidmet: Selbstfürsorge

In Mein Bereich sehen Sie, wo Sie zuletzt im Familiencoach Depression aufgehört haben. So müssen Sie nicht lange suchen, wenn Sie sich erneut einloggen.