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Selbstmitgefühl

Was bedeutet Selbstmitgefühl?

Willkommen im Thema Selbstmitgefühl!

Viele denken bei Selbstmitgefühl sofort an Selbstmitleid. Tatsächlich ist Selbstmitgefühl eine Haltung der Achtsamkeitspraxis und hat mit Selbstmitleid genauso wenig zu tun, wie Mitgefühl mit Mitleid:

Beim Mitleid und Selbstmitleid baden wir im Schmerz und finden aus diesem nicht heraus. Wir können weder trösten noch helfen. Mitleid oder Selbstmitleid tun meist niemandem gut. 

Beim Mitgefühl und Selbstmitgefühl nehmen wir nur Anteil am Schmerz, wir verlieren uns nicht darin und sehen weder uns noch andere als Opfer. So können wir anderen oder uns selbst eine echte Stütze sein.

Mitleid: Der Angehörige lässt sich von der negativen Sichtweise des depressiv Erkrankten „anstecken“ und sieht nun auch alles schwarz. Das macht ihm Angst und er versucht sich und den anderen zu überzeugen: So schlimm ist es doch auch nicht, wir finden schon einen Weg. Der depressiv Erkrankte aber kann aufgrund seiner Erkrankung nicht überzeugt werden und fühlt sich unverstanden. Am Ende sind beide hoffnungslos.

Selbstmitleid: Wie schrecklich, dass ich heute so müde bin. Ich habe auf gar nichts Lust. Ach, was für ein verlorener Tag. Warum trifft es immer mich?

Mitgefühl: Der Angehörige fühlt mit dem depressiv Erkrankten: Ich sehe, dass du dich gerade quälst – das tut mir leid für dich. Gleichzeitig fragt der Angehörige, was dem depressiv Erkrankten guttun könnte. Zum Beispiel eine Tasse Tee oder einfach nur das Gefühl, dass jemand für ihn da ist.

Selbstmitgefühl: Heute ist wirklich alles ziemlich anstrengend, weil ich so müde bin. Ich schalte für heute mal einen Gang zurück.

Hinweis:

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