Vorwürfe vermeiden

Überblick und Problemfilm

Von außen ist oft schwer zu verstehen, warum man bei einer Depression manchmal die einfachsten Handgriffe nicht mehr bewältigen kann, wie man auf nichts mehr Lust haben oder vieles nur noch negativ wahrnehmen kann. Wenn man selbst auch noch gestresst ist und einem alles über den Kopf wächst, fühlt man sich schnell von dem erkrankten Menschen im Stich gelassen. Dann ist es oft nicht mehr weit von einem vorwurfsvollen Gedanken zu einer unbedachten Äußerung.

Häufig wird zum Beispiel darüber gestritten, dass depressiv Erkrankte zu wenig aufräumen, sich keine vernünftigen Mahlzeiten zubereiten, sich zu wenig waschen oder zu wenig an der Behandlung ihrer Depression mitwirken und wichtige Termine versäumen.

So ist es auch bei Michael und Roswitha in unserem Problemfilm: Michael hat das Gefühl, dass Roswitha sich einfach nur gehen lässt.

Michael ist 38 Jahre alt und arbeitet als Angestellter in einem IT-Unternehmen. Er lebt mit seiner depressiv erkrankten Mutter Roswitha (64 Jahre) im selben Haus, jedoch in getrennten Wohnungen. Oft ist auch Michaels 10-jähriger Sohn Jakob da.

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